Freitag, 9. Oktober 2015

Pygmalion - perfekt unverliebt von Clannon Miller

Wieder mal ein Buch, das mir gut gefallen hat - eine Mischung aus "my fair lady" und "der Widerspenstigen Zähmung" - zum Schmunzeln, romantisch, erotisch :)



Inhalt:
Die Brüder Philipp und Henrik haben eine alte böse Erbtante. Damit diese ihr Erbe an Henrik vererbt und nicht an eine Erbschleichernichte, erfindet Philipp kurzerhand eine Verlobte für Henrik, die Tante Olga an ihrem 87. Geburtstag vorgestellt werden soll. Nur – wo soll Henrik, der von der Idee so gar nicht begeistert ist, innerhalb von zwei Tagen eine Verlobte herzaubern, die noch dazu Philipps Beschreibung entspricht? Da kommt ihm die Cateringkraft Lisa gerade recht, die ihm zufällig über den Weg läuft ..

Meine Meinung: Der Klappentext las sich schon mal gut, und kurzerhand landete das Buch in meinem Warenkorb und wurde dann auch schnell gelesen.

Der Schreibstil von Clannon Miller gefällt mir wirklich gut – man landet bereits mit den ersten Zeilen in der Geschichte und mag gar nicht mehr aufhören zu lesen. Der Großteil wird aus der Sicht von Lisa erzählt, mit kurzen Absätzen aus der Sicht von Henrik. Den Charakter von Lisa mochte ich sofort sehr gerne. Sie ist herzlich, einfühlsam, zauberhaft, manchmal ein wenig naiv und trägt das Herz am rechten Fleck. Gleichzeitig ist sie stur und widerspenstig und treibt damit Henrik, der das genaue Gegenteil von ihr ist, in den Wahnsinn. Auch Henrik mochte ich sehr gerne, obwohl er zu Beginn unnahbar und steif ist.

Die Geschichte ist im Prinzip eine moderne Kreuzung zwischen My fair Lady und der Widerspenstigen Zähmung. Lisa tut nie, was man ihr sagt, am wenigsten dann, wenn es ihr von Henrik gesagt wird. Tante Olga ist eine alte Frau, die den Eindruck vermittelt, dass sie einfach von Grund auf böse ist – im Laufe der Geschichte soll sich jedoch der Grund herausstellen, warum dies so ist.

Nicht nur einmal musste ich aufgrund des witzigen Schreibstils laut herauslachen, was insbesonders in einer U-Bahn eher befremdete Blicke seitens der anderen Fahrgäste hervorruft, trotzdem konnte ich einfach nicht anders. Zu herrlich ist es zu beobachten, wie Lisa sich langsam in Henriks Herz schleicht, und umgekehrt. Henrik kommt aus der oberen Gesellschaftsschicht, im Gegensatz zu Lisa, und es ist einfach köstlich zu lesen, wie er versucht, ihr Manieren und Sprache beizubringen, sie zu lehren, wie man sich in der Bussi-Bussi-Gesellschaft richtig verhält, und trotzdem immer wieder an Lisas Starrsinn scheitert.

Die Charaktere rund um Lisa und Henrik sind ebenfalls liebevoll beschrieben, es macht einfach Spaß, sie alle kennenzulernen, und ich hoffe, die eine oder andere Person bekommt wirklich eine eigene Geschichte, so wie es von der Autorin am Ende des Buches angekündigt wird.

Alles in allem ein Buch, das wirklich Spaß macht zu lesen, das aufgrund der Tatsache, dass sich immer was tut, nie langweilig wird, und das genau den richtigen Anteil Romantik vermittelt, ohne kitschig zu werden, vor allem auch, weil es einige deftige Sexszenen gibt.

Lesenswert!


Montag, 5. Oktober 2015

Lebensjahr - 365 Tage für die Liebe



Am Wochenende hatte ich nicht viel Zeit, aber doch so viel, um das nächste Buch auszulesen:



Inhalt: Jule feiert ihren 39. Geburtstag - in ihrem Haus mit Garten, umgeben von perfekten Nachbarn, mit ihrem Mann. Am Tag danach hält sie das Spießbürgerleben nicht mehr aus und macht sich auf die Reise. Diese führt sie nach London, Berlin und Hamburg.

meine Meinung: Mit diesem Roman ist C.C. Boehm ein gelungener Debutroman gelungen. Man steigt mit den ersten Absätzen in die Geschichte ein und lässt sich von einer Frau unterhalten, die ihr Leben und ihre nicht-existente Ehe mit ihrem Mann satt hat und ausreißt. Sie reist zu ihrer Freundin nach London und verbringt dort einige Zeit, dann tut sie das ebenfalls in Berlin und landet schließlich in Hamburg. 

Es macht Spaß, Jule, die der Meinung ist, eine durchschnittliche Frau zu sein, zu begleiten, wie sie versucht, sich ihren Weg alleine zu finden, ohne von Männern abhängig zu sein. Sie hat Spaß und lernt vor allem sich selbst kennen. Dabei ist die Geschichte aber keineswegs ernst, sondern immer mit einem Schuss Humor und liebenswerten Charakteren.

Der Schreibstil ist flüssig und das Buch ist so geschrieben, dass man es nicht mehr aus der Hand legen mag, bevor man erfährt, was aus Jule wird.

Eine lesenswerter und kurzweiliger Roman, der hoffentlich nicht der letzte von C.C. Boehm sein wird, eindeutige Leseempfehlung!

Donnerstag, 1. Oktober 2015

"vergiss nicht, dass wir uns lieben"

Ich hatte das Glück, das Buch als Rezensionsexemplar zu gewinnen, habe mich sehr darüber gefreut, und es hat mich auch nicht enttäuscht :-)


http://www.amazon.de/gp/product/394536213X?ref_=cm_cr-mr-title


Erster Eindruck: Das war eines der wenigen Male, dass ich die Info über die Autorin auch gelesen habe - einerseits deshalb, weil sie am Anfang vom Buch war und nicht am Ende, wie bei so vielen anderen Büchern, andererseits, weil die Info so spritzig geschrieben war, dass sie Lust darauf gemacht hat, sich über die Autorin zu informieren :-)

Das Cover: Das gefällt mir sehr gut - einfach und trotzdem wirkungsvoll, und es passt vom Bild her auch zur Geschichte.

Inhalt: Ein Mann und eine Frau erwachen an entgegengesetzten Enden eines Waldes - ohne Gedächtnis, ohne zu wissen, wer oder wo sie sind. In ihrer Suche nach Zivilisation treffen sie aufeinander ...

Der Beginn: Gleich die ersten paar Absätze ziehen einen in den Bann - wie beschrieben wird, wie der Mann und die Frau erwachen, sich langsam bewusst werden, dass sie plötzlich nicht mehr wissen, wer sie sind und wie sie in den Wald gekommen sind - sehr spannend :-)

Meine Meinung: Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es war spannend und flüssig geschrieben, es zeigte, dass man Liebe nie wirklich vergessen oder verleugnen kann. Der ruhige Verlauf der Geschichte, die sich dann im letzten Drittel zu einem spannenden Finale steigerte, war sehr gut gestaltet. Ich fand Paula und Johannes sehr gut beschriebene Charaktere, die mir sympathisch waren und die Lust darauf machen, sie kennenlernen zu wollen. Die Beschreibung der Gegend um die beiden herum fand ich stimmungsvoll in die Geschichte integriert, ohne allzuviel von der Geschichte selbst abzulenken. Ich habe mit den beiden mitgefiebert und habe gehofft und gebangt, ob es zu einem Happyend kommen kann.

Dieses Buch hat mich nicht nur gut unterhalten, sondern es regt auch dazu an, darüber nachzudenken, was man in einer solchen Situation machen würde, und es regt dazu an, darüber nachzudenken, was man hat, und dass man dies auch wieder mehr schätzt.

Alles in allem also ein rundum gelungenes Buch, das mir wirklich sehr gut gefallen hat!

Mittwoch, 23. September 2015

Der Sommer der Sternschnuppen

Ein sehr nettes Buch habe ich vor kurzem gelesen:

http://www.amazon.de/Sommer-Sternschnuppen-New-Harbor-ebook/dp/B013BDB05G/ref=sr_1_1?s=digital-text&ie=UTF8&qid=1443020609&sr=1-1&keywords=der+sommer+der+sternschnuppen



Dieses Buch ist zwar als Teil 1 einer Serie betitelt, aber die Geschichte ist in sich abgeschlossen, sodass man keine Angst haben muss, dass man erst mit Teil 3 das Ende erfährt.

Das Cover finde ich sehr gut gelungen, es gefällt mir wirklich gut. Es passt zur Geschichte und ist jedenfalls so gestaltet, dass es dazu verführt, einen Blick ins Buch zu werfen.

Inhalt: Ellas Ehe steckt in der Krise. Sie hat soeben eine Fehlgeburt erlitten, und weder sie noch ihr Mann wissen, wie sie mit ihrer Trauer umgehen sollen und ziehen sich in sich zurück. Ella nimmt sich eine Auszeit und fährt für ein paar Tage von New York in die Gegend ihrer Kindheit - nach New Harbor -, um den Kopf freizubekommen.

meine Meinung: Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Die Geschichte zieht einen in ihren Bann, und man möchte nicht aufhören mit Lesen. Auch wenn man anfangs meint zu wissen, wie sie enden wird, ist man gut beraten mit Weiterlesen bis zum Ende, denn es gibt ein paar unvorhergesehene Wendungen, sodass man bis vor das Ende nicht genau wissen kann, wie die Geschichte tatsächlich enden wird. Ella und ihr Mann sowie alle Personen, die rund um die beiden vorkommen, sind liebevoll beschriebene Charaktere, die mir sehr sympathisch waren. Es macht Spaß, einen Blick nach Maine zu werfen. Diese Geschichte zeigt auf, welche Belastung es für eine Ehe sein kann, wenn sie ungewollt kinderlos bleibt, und dass es sich trotzdem lohnt, um die Liebe weiterzukämpfen, auch wenn es im Moment nicht so gut aussehen mag.
Trotzdem geht die Geschichte nicht so tief, dass man depressiv wird, sondern die Handlung hat auch mehr als genug schöne Momente.

Von mir gibt es eine eindeutige Leseempfehlung!



Dienstag, 25. August 2015

Emily Bold - lichtblaue Sommernächte

Heute möchte ich euch ein Buch vorstellen, das mir wieder besonders gut gefallen hat:



Inhalt: Lauren lernt Tim in einem Café kennen und daraus entwickelt sich schnell eine kurze und heftige Sommerromanze. Doch sie trennen sich danach und jeder lebt sein Leben weiter – bis Lauren entdeckt, dass sie schwanger ist. Es folgt eine schwierige Zeit für die beiden, die sie jedoch gemeinsam meistern, und als einige Jahre später noch eine Tochter zur Welt kommt, ist ihr Liebesglück perfekt. Bis Lauren wegen schlimmer Kopfschmerzattacken den Arzt aufsucht, der einen unheilbaren Hirntumor feststellt …

Meine Meinung:
Als erstes hat mich das wunderschöne Cover angesprochen. Es passt perfekt zur Geschichte, die sich im Buch verbirgt. Der Schreibstil von Emily Bold ist gewohnt flüssig, und man liest sich schnell in die Geschichte ein. Sie spielt in der aktuellen Zeit, in einer lauen Sommernacht, in der Lauren zum letzten Mal ihre Familie und Freunde um sich versammelt hat. In Rückblicken erfährt man vom Kennenlernen von Lauren und Tim, von ihrem gemeinsamen Leben, von ihren Kindern, und von der schrecklichen Diagnose. Die Geschichte hat mich wirklich berührt. Lauren strahlt eine solche Stärke aus, mit der sie ihren Lieben gleichzeitig die Kraft gibt, die schwere Krankheit gemeinsam mit ihr durchzustehen. Man weiß, wie die Geschichte ausgeht, doch das mindert keinesfalls das Lesevergnügen, und obwohl es ein wirklich trauriges Thema ist, hat es die Autorin doch geschafft, immer wieder auch Hoffnung zu machen, mich zum Schmunzeln zu bringen, einfach weil sie hier das Leben selbst beschreibt – nicht nur die Tiefen, sondern auch die Höhen.

Ich mag die Bücher von Emily Bold sehr gerne und habe schon einige von ihr gelesen. Mit diesem Buch hat sie eines ihrer besten abgeliefert, das einem schöne und emotionale Lesestunden beschert– danke dafür!


Freitag, 31. Juli 2015

50 Tage - der Sommer meines Lebens

Heute möchte ich euch ein Buch von Maya Shepherd vorstellen. Ich hatte das Glück, ein Rezensionsexemplar bei einem Gewinnspiel in ihrem blog zu gewinnen.




Inhalt:

Es ist 1965. Jade sitzt im Bus auf dem Weg zum Sommercamp, hat Liebeskummer und ist sauer auf ihre beste Freundin. Als sie an einer Raststelle halten, versteckt sie sich kurzentschlossen auf dem Rücksitz des Autos eines jungen Mannes, der gerade Pause macht. Was dann folgt, müsst ihr selber lesen.


Meine Meinung:

Das Buch hat mich von Beginn an gefesselt, und die Spannung wird aufgrund des flüssigen Schreibstils aufrechterhalten. Die Geschichte startet in der heutigen Zeit und geht dann mit dem Jahr 1965 weiter. Erzählt wird sie aus Jades Sicht.

Jade entdeckt sich auf ihrer gemeinsamen Fahrt mit Jason selbst, sie wird erwachsen und lernt auch, was es heißt, erwachsen zu sein und Entscheidungen zu übernehmen, aber auch, was Mut bedeutet, und vor allem lernt sie die Liebe kennen.

Jade und Jason sind beides sehr liebevoll beschriebene Charaktere, auch die Personen, die drumherum in der Geschichte mitspielen, sind sehr gut gezeichnet. Jade ist eine typische Jugendliche, die die Welt kennenlernen will, und abgesehen davon lässt sie sich nicht so einfach etwas vorschreiben und ist ein wenig stur ... aber sie hat mir als Charakter sehr gut gefallen und war mir sehr sympathisch. Auch Jason mochte ich sehr gerne, er ist jemand, von dem man annehmen könnte, dass er nichts anderes im Kopf hat als Spaß, aber im Laufe der Geschichte lässt er uns hinter die Fassade blicken und man stellt fest, dass er gar nicht so oberflächlich ist.

Es ist eine wunderschöne Geschichte über die Liebe, und es hat solchen Spaß gemacht, Jason und Jade auf ihrer Reise entlang der Route 66 zu begleiten, ihre Abenteuer mitzuerleben, und aufgrund des wunderbaren Schreibstils hat man das Gefühl, als blinder Passagier direkt neben den beiden zu sitzen. Trotzdem ist die Geschichte keineswegs nur abenteuerlich, sondern auch sehr emotional und rührt zu Tränen.

Ein Buch, das mir wirklich gut gefallen hat, und das mir noch sehr lange in guter Erinnerung bleiben wird, es ist definitiv nicht mein letztes Buch von Maya Shepherd.

Eindeutige Leseempfehlung!

Dienstag, 14. Juli 2015

Bad Romeo and Broken Juliet



Ich hatte das Glück und wurde als Vorableserin für das Buch "Bad Romeo and Broken Juliet" ausgewählt, worüber ich mich wirklich sehr gefreut habe, die deutsche Fassung ist ab 23.7.2015 erhältlich.


Inhalt:
Cassie sieht Ethan nach drei Jahren zur Probe eines Stückes wieder, in dem sie beide die Hauptdarsteller sind. Cassie fällt es alles andere als leicht, denn Ethan hat ihr damals zweimal das Herz gebrochen.

meine Meinung:In Rückblenden, die wesentlich ausführlicher sind als die Gegenwart, liest man, wie sich Cassie und Ethan anlässlich der Aufnahmeprüfung an der Schauspielschule kennenlernen. Schon zu dem Zeitpunkt besteht eine intensive Anziehungskraft zwischen den beiden, die sie gut zu nutzen wissen, um in die Schule aufgenommen zu werden. Trotzdem lässt Ethan Cassie nicht an sich heran und stößt sie immer wieder von sich.


Mir hat das Buch gut gefallen. Der Schreibstil ist locker und die Geschichte wird flüssig und vor allem spannungsvoll erzählt.


Die beschriebenen Gefühle der beiden - sowohl die schönen als auch die nicht so guten - sind sehr intensiv beschrieben, und ich brauchte immer wieder auch mal eine kurze Lesepause zum Nachdenken, trotzdem hat mich die Geschichte so gefesselt und in ihren Bann gezogen, dass ich nicht lange ausgesetzt habe.


Ein wenig langatmig fand ich die Annäherung der beiden - zwei Schritte zurück, einer vorwärts. das hat sich schon etwas gezogen.


Sehr schön fand ich, wie Cassies Gefühle beschrieben wurden, und eine gute Idee fand ich auch ihre Tagebucheinträge, die mich nicht nur einmal zum Schmunzeln brachten. Und als Ethan in der Vergangenheit nicht mehr ganz so unnahbar ist und man den Grund erfährt, warum er so war, spätestens dann wurde er auch mir sympathisch. Seine Wandlung zur Person in der Gegenwart, der es bewusst ist, wie sehr er Cassie drei Jahre zuvor verletzt hatte, konnte mich (noch) nicht ganz perfekt überzeugen, zu knapp vor dem Buchende wurde sie dargestellt, davor erfährt man auch in der Gegenwart nichts Näheres, was einem diese Wandlung glaubhaft machen konnte.


Sehr gut hat mir die Entwicklung von Cassie gefallen, die sich von einem jungen unbedarften Mädchen, das nicht weiß, was sie will oder wer sie ist, zu einer selbstbewussten jungen Frau entwickelt. Ethan ist das Gegenteil von ihr - düster und der bad boy. Auch hier hat mir gut gefallen, wie er sich der frechen Cassie immer mehr öffnet, die ihm immer ihre ehrliche Meinung sagt, und der er sich nicht auf Dauer entziehen kann, so sehr er es auch versucht.
Es kommen leider immer wieder auch Fehler vor, die bei einem Korrektorat eigentlich auffallen hätten müssen - z.B. dass Ethans Freund Mike plötzlich einen anderen Namen hat, und das nicht nur einmal, sondern öfters.


Dieses Buch endet mit einem Cliffhanger, das sollte einem bewusst sein, wenn man zu lesen beginnt, und bis zum Schluss erfährt man auch nicht, warum Ethan und Cassie sich in der Vergangenheit getrennt haben.


Ich bin schon sehr gespannt auf Teil 2!